Waldkraft · Marketingkosten aus der Buchhaltung · 4. August 2026

Was ein Neukunde uns kostet.

29 Monate Buchhaltung, gegengerechnet mit Warenwirtschaft, Google und Meta

Wir wussten, was wir für Werbung ausgeben. Wir wussten nicht, was wir dafür bekommen. Die Buchhaltung hat jetzt Monat für Monat geliefert, und zusammen mit den Neukundenzahlen aus der Warenwirtschaft ergibt das zum ersten Mal einen Preis je Neukunde.

Der Preis ist auf Höhe dessen, was ein Neukunde einbringt. Auf Vollkosten legen wir 40,50 Euro je Neukunde außerhalb von Amazon um. Derselbe Kundenkreis bringt uns über 360 Tage 40,52 Euro Deckungsbeitrag, und der ist vor Versand, Zahlung und Retouren gerechnet. Im laufenden Jahr liegt der Preis bereits bei 42,12 Euro.

Was mich daran am meisten beschäftigt: Der Werbeblock insgesamt ist nur um 12 Prozent gewachsen. Wir haben also kaum mehr ausgegeben, sondern innerhalb des Blocks umgeschichtet, und trotzdem ist der Preis je Neukunde um 85 Prozent gestiegen. Der Kostenanstieg erklärt das nicht. Es sind die Neukunden, die weggebrochen sind.

Was ich vorschlage. Diese Zahlen begründen keine Entscheidung gegen die Million, und sie sind auch keine Entscheidung für sie. Sie begründen eine Reihenfolge. Erstens: die vier Fragen in Kapitel 5 gehen diese Woche an die Buchhaltung, sie kosten dort zusammen etwa eine Stunde und können den Preis je Neukunde um mehrere Euro nach oben oder unten verschieben. Zweitens: wir bauen die Aufteilung der Werbekosten nach Kanal, weil heute 78 Prozent der Werbezeile nirgends aufgeschlüsselt sind und ohne diese Aufteilung keine Kanalentscheidung begründbar ist. Drittens: die Freigabe der Million wird an eine gemessene Zahl gekoppelt, nicht an einen Plan. Ich schlage vor, bis dahin nicht aufzustocken.
Kosten je Neukunde, Vollkosten 40,50 € Werbe- und Reisekosten plus Marketing-Personal (1.290.371 €), geteilt durch 31.862 Neukunden außerhalb von Amazon. Zwölf Monate Juni 2025 bis Mai 2026
Was derselbe Kundenkreis einbringt 40,52 € Deckungsbeitrag über 360 Tage, gewichtet aus 24.898 Shop-Kunden zu 45,27 € und 6.964 Marktplatzkunden zu 23,56 €
Neukunden außerhalb von Amazon −39,4 % 52.559 im Kalenderjahr 2024 auf 31.862 in den zwölf Monaten Juni 2025 bis Mai 2026. Mit Amazon gerechnet wären es nur −3,8 %

Zwei Vergleichsfenster ziehen sich durch das ganze Dokument. Rollierende zwölf Monate (Kalenderjahr 2024 gegen Juni 2025 bis Mai 2026) überall dort, wo Saison stören würde. Januar bis Mai gegen dieselben Monate der Vorjahre, wo es um den aktuellen Stand geht. Jede Zahl unten sagt, aus welchem der beiden sie kommt.

1 · Die Schere

Alle drei Linien sind auf den Stand Ende 2024 normiert. Jeder Punkt ist die Summe der zwölf Monate davor, dadurch fällt die Saison vollständig heraus.

Werbekosten gegen Neukunden
Rollierende zwölf Monate, Dezember 2024 bis Mai 2026, Index Dezember 2024 = 100
Konto 6600 Werbekosten ganzer Werbe- und Reiseblock Neukunden ohne Amazon
Konto 6600 ist um 51 Prozent gewachsen, der ganze Werbe- und Reiseblock aber nur um 12 Prozent. Der Unterschied sind die Provisionen auf Konto 6601: sie sind im selben Zeitraum um 143.607 Euro gefallen und haben den Zuwachs von 6600 fast vollständig aufgefressen. Wir haben nicht aufgestockt, wir haben umgeschichtet. Gefallen sind die Neukunden: 52.559 auf 31.862.
Warum wir Amazon aus der Zählung nehmen, und was daran belegt ist. Seit April 2025 bringt Amazon Erstkäufer, die es vorher nicht gab, zuletzt 18.715 in zwölf Monaten. Rechnet man sie mit, sieht der Neukundenverlust wie −3,8 Prozent aus statt wie −39,4 Prozent.

Belegt ist: die Amazon-Gebühren stehen auf einem eigenen Konto (6770, 118.300 Euro in zwölf Monaten), und ein Amazon-Erstkunde bringt 20,41 Euro Deckungsbeitrag über 360 Tage statt 45,27. Nicht belegt ist, ob zusätzlich Amazon-Werbung auf Konto 6600 liegt. Das ist Frage 3 in Kapitel 5. Der Befund kippt dadurch nicht, aber die Aussage „Amazon-Kunden werden nicht von unserem Werbebudget gekauft" ist heute eine Annahme und keine Tatsache.
Kosten je Neukunde außerhalb von Amazon
Dieselben rollierenden Zwölf-Monats-Fenster, in Euro je Kopf
nur Konto 6600 ganzer Werbe- und Reiseblock
Auf beiden Kostenbasen steigt der Preis in fast jedem einzelnen Schritt, auf Basis 6600 in 17 von 17, auf Basis des ganzen Blocks in 16 von 17. Das ist keine Stufe, die man zurücknehmen kann. Und es liegt überwiegend nicht an den Kosten: der Block ist um 12 Prozent gestiegen, der Preis je Kopf um 85 Prozent.

2 · Wo die Decke liegt

Was ein Neukunde kostet, hängt davon ab, was man mitrechnet. Deshalb die ganze Leiter, und zwar in beiden Fenstern nebeneinander, damit der aktuelle Stand nicht im Zwölf-Monats-Schnitt verschwindet.

Kosten je Neukunde außerhalb von Amazon
Von der engsten zur weitesten Rechnung, Nenner immer derselbe
zwölf Monate Juni 2025 bis Mai 2026 Januar bis Mai 2026
Die Decke bei 40,52 Euro ist der Deckungsbeitrag über 360 Tage, gewichtet auf genau die Kunden im Nenner: 24.898 Shop-Kunden zu 45,27 Euro und 6.964 Marktplatzkunden zu 23,56 Euro. Sie ist keine feste Linie, siehe den Kasten darunter.

Nicht in der Leiter: die Verkaufsprovisionen auf Konto 6770 (118.300 Euro in zwölf Monaten). Sie sind Amazon-Gebühren, und Amazon-Kunden stehen nicht im Nenner. Zählte man sie mit, wären es 44,21 statt 40,50 Euro.
Die Decke ist selbst eine Schätzung, und sie bewegt sich nach unten. Drei Dinge gehören dazu, bevor jemand die 40,52 Euro als Grenze zitiert.

Erstens fällt sie. Der Deckungsbeitrag eines Shop-Erstkunden über 360 Tage lag bei den Jahrgängen 2022 bis 2025 bei 56,82 · 53,38 · 51,82 · 45,27 Euro. Vier Jahrgänge, jedes Jahr weniger.

Zweitens ist sie teilweise ein Stammdaten-Artefakt. Beim Jahrgang 2025 haben nur noch 76,7 Prozent der Positionen einen gepflegten Einkaufspreis, im Vorjahr waren es 94,7. Der ausgewiesene Deckungsbeitrag fällt dadurch mechanisch, ohne dass sich am Kunden etwas ändert. Diese Lücke zu schließen würde die Decke wieder anheben.

Drittens ist sie vor Versand, Zahlungsgebühren, Retouren, Personal außerhalb des Marketings und Zinsen gerechnet. Was davon abgeht, wissen wir nicht. Solange wir es nicht wissen, ist der belastbare Wert kleiner als 40,52 Euro, nicht größer. Das ist die sechste Frage in Kapitel 5.
Und es gibt eine zweite Lesart, die zum selben Ergebnis führt. Wir nehmen Amazon aus dem Nenner, weil diese Kunden nicht von unserem Werbebudget kommen. Dasselbe Argument gilt wortgleich für die 6.964 Marktplatzkunden (eBay, DocMorris, Shop Apotheke und die übrige Mirakl-Flotte), die noch im Nenner stehen. Nimmt man sie ebenfalls heraus, sind es 51,83 Euro Vollkosten je Shop-Neukunde gegen 45,27 Euro Deckungsbeitrag, im laufenden Jahr 54,70 Euro.

Die eine Lesart sagt Punktlandung, die andere sagt darüber. Keine sagt, dass Luft ist. Welche stimmt, hängt daran, ob Werbung auf Konto 6600 auch Marktplatzkunden bringt. Auch das ist Frage 3.

3 · Was die Million kaufen müsste

Werbekosten Januar bis Mai, aufgeteilt
Meta aus beiden Werbekonten direkt ausgelesen, Balken sind Konto 6600
Meta Rest von Konto 6600 übriger Werbe- und Reiseblock
Meta ist gewachsen und bleibt trotzdem klein. Januar bis Mai 2026 sind es 22,0 Prozent von Konto 6600, aber nur 16,5 Prozent des ganzen Werbe- und Reiseblocks. Auf der Zwölf-Monats-Basis, auf der alle anderen Zahlen dieses Dokuments stehen, sind es 8,1 Prozent des Blocks, weil der Meta-Hochlauf erst im Februar 2026 begonnen hat.
Die Rechnung, um die es am Montag gingErgebnis
Eine Million zum Zielkorridor von 30 Euro kauft33.333 zusätzliche Neukunden
So viele Neukunden außerhalb von Amazon haben wir insgesamt gewonnen, in zwölf Monaten31.862
Die Million müsste unser Neugeschäft außerhalb von Amazon alsomehr als verdoppeln
Zum heute gemessenen Vollkostenpreis von 40,50 Euro wären es24.691 Neukunden
Zwei Größenordnungen, die dazugehören. Der Werbe- und Reiseblock liegt auf Zwölf-Monats-Basis bereits bei 1.077.368 Euro, mit Marketing-Personal und Verkaufsprovisionen bei 1.408.671 Euro. Eine Million zusätzlich ist damit keine neue Größenordnung, sondern eine Verdopplung.

Und der Zuwachs, den wir schon hatten, ist überwiegend nicht Meta. Konto 6600 ist Januar bis Mai um 165.806 Euro gewachsen. Davon entfallen 68.709 Euro auf Meta. Die übrigen 97.097 Euro, also 59 Prozent, sind in keinem unserer Dokumente aufgeschlüsselt.
Die Gegenrechnung, die in der Sitzung kommen wird: Amazon. Über zwölf Monate stehen dort 118.300 Euro Gebühren gegen 18.715 Erstkäufer, also 6,32 Euro je Erstkäufer, bei 20,41 Euro Deckungsbeitrag. Im Shop zahlen wir 40 bis 52 Euro bei 45,27 Euro Deckungsbeitrag.

Der Vergleich hinkt, und zwar zu Amazons Gunsten: die Gebühr fällt auf allen Amazon-Umsatz an, nicht nur auf Erstkäufe, sie ist also keine reine Akquisitionsausgabe. Und sie kauft keine Reichweite, sie kauft Zugang zu einer Nachfrage, die schon da ist. Trotzdem ist der Abstand zu groß, um ihn nicht auszusprechen.

4 · Was diese Zahlen nicht sagen

Was man aus den Zahlen lesen möchteWarum es nicht geht
„Mehr Werbung bringt weniger Kunden" Die rohe Korrelation von minus 0,57 darf niemand zitieren. Sie gilt für Konto 6600 gegen die Shop-Neukunden über 29 Monate und ist reiner Zeittrend. Rechnet man den Trend aus beiden Reihen heraus, dreht sie auf plus 0,27 und ist nicht mehr belastbar.
„Werbung wirkt bei uns nicht" Auf Monatsebene erklärt Konto 6600 die Neukundenzahl praktisch nicht: Bestimmtheitsmaß 0,13 im Monatsvergleich und 0,04 im Jahresvergleich, beides gegen die Neukunden insgesamt. Das heißt, die Buchhaltung ist zu grob für diese Frage, nicht, dass Werbung nicht wirkt.
„Die Werbung ist schuld am Einbruch" Der Einbruch hat eine belegte Ursache außerhalb des Marketings: unsere Sichtbarkeit bei Google ist um 39 Prozent gefallen (Impressionen, Frühjahr 2025 gegen Sommer 2026), obwohl wir besser ranken. Steigende Werbekosten sind genauso plausibel die Reaktion darauf wie die Ursache. Beide Geschichten erzeugen exakt dieselben Zahlen.
„Also gehört das Geld zu Meta oder nicht zu Meta" Die Buchhaltung kennt keine Kanäle. Sie sagt, was ein Neukunde im Schnitt kostet, nicht, welcher Euro ihn gebracht hat. Meta selbst meldet für kalte Reichweite 28,23 Euro je Kauf (Januar bis Juli 2026), aber das ist ein plattformattributierter Preis je Kauf, nicht je Neukunde, und er ist mit den Zahlen oben nicht vergleichbar.

5 · Sechs Fragen, die vor der nächsten Vorlage zu klären sind

Vier gehen an die Buchhaltung und kosten dort zusammen etwa eine Stunde. Zwei klären wir selbst. Bei jeder steht, wie stark sie den Preis je Neukunde bewegen kann.

Frage 1

Können wir die Werbekosten nach Kanal aufteilen? klären wir selbst

78 Prozent von Konto 6600 sind nicht Meta, und was darin steckt, steht nirgends. Ohne diese Aufteilung lässt sich nur sagen „Werbung insgesamt ist teurer geworden", nicht „welcher Kanal". Wirkung auf den Preis je Neukunde: keine. Wirkung auf jede Kanalentscheidung: vollständig. Das ist der kleinste Aufwand mit dem größten Erkenntnisgewinn in dieser Liste.

Frage 2

Was steckt in Konto 6600 außer Media? an die Buchhaltung

Ab März 2026 fallen die Marketing-Personalkosten im Schnitt der Monate März bis Mai von 24.715 auf 8.782 Euro je Monat, also um 15.933. Im selben Zeitraum steigt Konto 6600 im Schnitt von 58.211 auf 77.515 Euro, also um 19.305. Das sieht nach einem Tausch intern gegen extern aus. Vorbehalt: gemessen gegen Januar und Februar 2026, und die lagen 29 Prozent über dem Personalschnitt 2025. Gegen den Schnitt 2025 gerechnet steigen beide Zeilen zusammen um 20 Prozent statt um 4. Wirkung: erklärt bis zu 47.800 Euro des nicht aufgeschlüsselten Zuwachses.

Frage 3

Ist Amazon-Werbung in Konto 6600 gebucht? an die Buchhaltung

Seit Mai 2025 bewegt sich Konto 6600 von Monat zu Monat mit den Amazon-Neukunden genauso stark wie mit den Shop-Neukunden. Das sind zwölf Monatsvergleiche, also ein Hinweis, kein Beweis. Die Buchhaltung beantwortet es mit Ja oder Nein. Wirkung: die größte in dieser Liste. Liegt Amazon-Werbung in 6600, ist jede Zahl „je Shop-Neukunde" zu hoch, und beide Lesarten aus Kapitel 2 verschieben sich.

Frage 4

Was ist Konto 6601 eigentlich? an die Buchhaltung

306.777 Euro in zwölf Monaten, 28,5 Prozent des Werbeblocks, und wir wissen nicht, was es ist. Die Monatsbeträge sind auffällig rund (46.000, 55.000, 45.000), das passt schlecht zu einer Umsatzprovision und eher zu einer Pauschale oder zu Abgrenzungen. Der Betrag fällt Januar bis Mai um 128.534 Euro gegenüber 2024; je nach Rechenrichtung sind 45 bis 64 Prozent davon ein Satzeffekt, der Rest gesunkener Umsatz. Wirkung: rund 10 Euro je Neukunde stecken in dieser Zeile.

Frage 5

Warum starten die Verkaufsprovisionen erst im Oktober 2025? an die Buchhaltung

Amazon läuft seit April 2025. Seit Oktober liegt Konto 6770 zwischen 29 und 40 Prozent des Amazon-Umsatzes, davor bei praktisch null. Über April bis September 2025 stehen 185.346 Euro Amazon-Umsatz nur 2.832 Euro Gebühren gegenüber; je nach angesetzter Quote fehlen 50.000 bis 71.000 Euro. Die naheliegendste Erklärung ist keine Lücke, sondern eine Umstellung von Netto- auf Bruttobuchung, weil Amazon die Gebühren gegen die Auszahlung verrechnet. Dann wäre allerdings der ausgewiesene Umsatz vorher zu niedrig gewesen. Wirkung auf den Preis je Neukunde: null, 6770 steckt in der Leiter nicht drin. Wirkung auf die Marketingquote: ja.

Frage 6

Was bleibt vom Deckungsbeitrag nach Versand, Zahlung und Retouren? klären wir selbst

Die 40,52 Euro sind vor diesen drei Posten gerechnet. Solange wir sie nicht beziffern, kennen wir die Decke nicht, sondern nur ihre Obergrenze. Wirkung: entscheidet, ob wir knapp darunter oder deutlich darüber liegen. Das ist die einzige Frage in dieser Liste, die die Kernaussage umdrehen kann, und sie ist aus unseren eigenen Systemen beantwortbar.

Anhang · Wie belastbar das ist

Die gelieferte Tabelle ist geprüft. Die Summenzeile wurde gegen alle fünfzehn Einzelkonten nachgerechnet und stimmt in allen 29 Monaten, ebenso die Zeile mit den Verkaufsprovisionen. Die Konten 6600 und 6601 sind zusammen 97,8 Prozent des Blocks, die übrigen dreizehn zusammen 54.678 Euro über 29 Monate.

Der Befund hängt nicht an der Wahl des Nenners. Vier verschiedene Nenner, aus zwei Systemen, die nichts voneinander wissen. Der Zähler ist in allen vier Zeilen derselbe (Konto 6600), das ist also eine Robustheitsprüfung und keine Bestätigung aus unabhängigen Quellen.

Konto 6600 je … Januar bis Mai 202420252026Faktor
Neukunde, alle Kanäle Warenwirtschaft7,79 €11,14 €16,92 €2,2
Neukunde ohne Amazon Warenwirtschaft7,79 €12,14 €27,21 €3,5
bezahlte Sitzung Google Analytics0,75 €0,99 €1,93 €2,6
bezahlter Kauf Google Analytics, enthält Wiederkäufer12,86 €18,20 €34,56 €2,7

Und er hängt nicht an den drei auffälligen Monaten. Rechnet man nur Januar und Februar, also vor dem Bruch aus Frage 2: Konto 6600 plus 33,0 Prozent, Neukunden ohne Amazon minus 49,4 Prozent, Preis je Kopf 7,95 auf 20,90 Euro. Dieses Fenster ist kürzer als zwölf Monate, aber es vergleicht dieselben zwei Monate mit sich selbst, Saison fällt also trotzdem heraus.

Zwei Anmerkungen zur Zulieferung. Die genannte Marketingquote von 21,6 Prozent ist für Januar bis Mai gerechnet und meint den Werbe- und Reiseblock geteilt durch die Umsatzerlöse. Dieses Fenster trägt im Schnitt der beiden Vorjahre 41,7 Prozent der Jahres-Werbekosten, aber 44,9 Prozent des Jahresumsatzes; auf ein volles Jahr hochgerechnet entspricht das rund 23,3 Prozent. Die rollierende Zwölf-Monats-Quote liegt per Mai 2026 bei 20,8 Prozent und ist seit Mai 2025 in elf von zwölf Fenstern gestiegen. Der Umsatz selbst ist in denselben zwölf Monaten von 6.145.392 auf 5.175.281 Euro gefallen, das sind 15,8 Prozent.

Woher die Zahlen kommen. Marketingkosten: Monatsabschlüsse der Buchhalterin nach SKR03, Januar 2024 bis Mai 2026, Netto-Aufwand. Neukunden und Umsatz je Kanal: Warenwirtschaft, Erstkauf über die volle Historie bestimmt. Bezahlte Sitzungen und Käufe: Google Analytics. Meta-Ausgaben: direkt aus beiden Werbekonten ausgelesen. Deckungsbeiträge: Kundenanalyse vom 1. August 2026, Jahrgang 2025.

Die beiden Umsatzbegriffe aus Buchhaltung und Warenwirtschaft werden nirgends vermischt, sie decken sich zu 94,5 Prozent (2024), 95,9 Prozent (2025) und 98,2 Prozent (Januar bis Mai 2026).

Was wir NICHT geprüft haben: ob Google Analytics über die drei Jahre gleich misst. Ein Einwilligungs- oder Tagging-Wechsel würde zwei der vier Nenner im Anhang verschieben, nicht aber die beiden aus der Warenwirtschaft. Rechenweg und Gegenproben auf Anfrage.